Hostel

USA 2005

[R: Eli Roth; D: Jay Hernandez, Derek Richardson, Eythor Gudjonsson; Sony Pictures]

18.09.2006, 13:58, Text: Sascha Seiler, Sascha Seiler

Viel wurde in letzter Zeit debattiert über die immer brutaler werdende Ästhetik der Horror- und Slasherfilme aus den USA. Waren die Genreklassiker – “Freitag der 13.”, “Halloween”, “Nightmare On Elm Street” – noch eher humorvolle Versuche, das immer gleiche Schema zu verwenden, um Party-Spannung zu erzeugen, so bedeuteten die postmodernen Slasher-Filme der späten 90er den Todesstoß für das Genre, das nur noch von einer überkommenen Form der Selbstparodie zehrte. Zuletzt aber wurde eine ganze Reihe von Filmen produziert, die sich erst auf die Wurzeln des Genres, namentlich das “Texas Chainsaw Massacre”, beriefen, um dann mit einem immer höheren Anteil an Brutalität die gewohnten Bahnen zu verlassen: mal, um das Storytelling zu intensivieren, mal, um auf Basis von blutigerem, humorlosem Gore die Grenzen des guten Geschmacks zu überschreiten. Anders als der intelligent gemachte “Saw” besticht “Hostel” zwar durch eine gute Grundidee, allerdings auch durch ein wenig zu viel Blut und Gedärm. Klar werden durch die Thematisierung eines Teenie verschlingenden Hostels Urängste geweckt, und von der Diskrepanz zwischen von allen erlebten Situationen und dem letztlich dargestellten Grauen lebt auch dieser Film. Dennoch ist das hier nichts für ängstliche Gemüter. Tarantino jedenfalls war begeistert.




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