Queer as Folk – Season 1

Warner

17.07.2006, 08:00, Text: Sascha Seiler, Sascha Seiler

Diese US-Serie, die im Jahr 2000 unter gehörigen Mediendruck im Pay-TV-Sender Showtime startete, basiert auf einer kurz zuvor in Großbritannien entstandenen Serie gleichen Namens. Ein Remake also, des besseren Verständnisses wegen nach Pittsburgh transferiert und dennoch äußerst sehenswert. Es handelt sich hier nämlich weder um homosexuelle Knallchargen, die dem schnellen Lacher preisgegeben werden, noch um Light-Entertainment der Marke „Friends“, sondern um eine Serie, die mit Humor und der nötigen Ernsthaftigkeit die Probleme ihrer fünf schwulen Protagonisten behandelt. Kein einfaches Thema in den USA, nicht nur aufgrund der schwierigen Thematik, sondern auch, weil man anfangs davon ausging, pointierte britische Komödien (und Sozialstudien) könnten niemals auf amerikanische Verhältnisse angepasst werden, ohne das Konzept zu verwässern und damit zu verraten.

Selbstredend ist hier mit ein wenig Glättung zu rechnen, doch ähnlich wie die sich daran anlehnende, jüngst gestartete Lesbenserie „The L Word“ funktionieren Plot und Charaktere erstaunlich gut. Vielleicht auch ein Meilenstein für die Normalisierung von Homosexualität im amerikanischen Fernsehen, auch wenn es erstmal nur das Pay-TV ist.



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aus Intro #141 (August 2006)
 
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