Last Life In The Universe

T 2003

[R: Pen-ek Ratanaruang; D: Tadanobu Asano, Sinitta Boonyasak, Riki Takeuchi, Takashi Miike; Rapid Eye Movies]

24.04.2006, 08:00, Text: Uwe Buschmann, Uwe Buschmann

Es ist ziemlich schwer, sich bei Filmen von Erwartungshaltungen frei zu machen. Aber dass der asiatische Kinofilm längst nicht mehr nur dem Krimi-, Schwertkampf- oder Komödien-Genre verpflichtet ist, dürfte sich rumgesprochen haben. Falls noch brauchbare Arthouse-Dramen entstehen, dann nämlich hier. Bestes Beispiel: “Last Life In The Universe”. Kenji, ein junger, stiller, reservierter Japaner, der in einer Bücherei in Bangkok arbeitet, denkt permanent darüber nach, Selbstmord zu begehen. Als Zeuge eines Autounfalls entsteht eine eigentümliche Freundschaft zu einem Mädchen, mit dem er fortan einige Zeit verbringt – bis ihn die eigene Vergangenheit einholt, als er in sein eigenes Apartment zurückkommt.

Erstaunlich, wie sich hier jedes Bild allmählich mit Emotionen und dramatischer Spannung auflädt, um sie als pure Form, Farbe und Geste wieder abzustrahlen, meisterhaft fotografiert von Kameramann Christoper Doyle.



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