
Broken Flowers
USA 2005
24.04.2006, 08:00, Text:
Calle Claus,
Calle Claus
“Broken Flowers” löste letztes Jahr ein erleichtertes Raunen unter Jim-Jarmusch-Fans aus. Der Film über einen alternden Don Juan war schließlich des Meisters erstes echtes Lebenszeichen im neuen Jahrtausend, sieht man einmal vom schlappen “Coffee And Cigarettes” ab. Das dröge Kurzfilm-Sammelsurium ließ befürchten, Onkel Jim habe sein Pulver verschossen und würde seine Anhänger von nun an mit albernen Alterswerken quälen. Und dann so was. Bill Murray gibt den gut betuchten Miesepeter im Vorruhestand, den eines Tages ein anonymer rosa Brief erreicht, in dem ihm eine seiner vielen Verflossenen die Existenz eines Sohnes mitteilt.
Die DVD enthält noch ein paar leidlich lustige Outtakes verunglückter Szenen und ein kurzes, unglaublich schlecht ausgesteuertes Telefon-Interview, in dem Jarmusch über das Moment des Zufalls in seinem filmischen Werk referiert. Großer Film, bescheidene Extras. Besser als andersrum!
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