
Ghost In The Shell 2: Innocence
J 2004
27.03.2006, 16:04, Text:
Uwe Buschmann,
Uwe Buschmann
R: Mamuro Oshii; Universum
Globalisierung, Informationstechnologie, soziale Fragmentierung, Anti-Individualisierung, steigende Mord- und Scheidungsraten, Solidaritätsprobleme: Wo die Soziologie heute schon versagt, versuchen japanische Sci-Fi-Animes bereits die Antworten für das Morgen zu geben, auch wenn ihre Handlungen erst in allerfernster Zukunft angesiedelt sind. Klingt unglaublich, ist aber wahr. Bestes Beispiel: \"Innocence\" - Mamuro Oshiis zweiter Teil des Kult-Animes \"Ghost In The Shell\". Anders als im amerikanischen Disneyland, wo lustige Clownfische mit lustigem Kindergebrabbel den Kinokassenreibach unter sich ausmachen, geht ein Film wie \"Innocence\" inhaltlich dahin, wo selbst etliche Nobelpreisträger entnervt auf der Strecke bleiben werden: In einer Zukunft, wo der Körper nur ein technisches Objekt ist, wirst du alles beliebig durch elektronische Nachbauten austauschen können, inklusive deines Gehirns.
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