
The Game
USA 1997
27.03.2006, 16:03, Text:
Oliver Minck,
Oliver Minck
R: David Fincher, D: Michael Douglas, Sean Penn, Deborah Unger; AVU
In der zweiten Hälfte der 90er-Jahre landete Regisseur David Fincher einen waschechten Hattrick: Der düstere Horror-Thriller \"Sieben\" (1995) sowie der Action-Thriller \"Fight Club\" (1999) können schon jetzt als Klassiker des Genres bezeichnet werden. Dazwischen lag 1997 \"The Game\". Der Mystery-Thriller konnte zwar längst nicht so eine große Durchschlagkraft entfalten, steht den beiden Filmen in Sachen Cleverness aber in nichts nach. Dank seiner komplexen, das Publikum ständig im Unklaren lassenden Story liefert er die größte intellektuelle Herausforderung.
Michael Douglas ist ja bekanntermaßen ein begnadeter, extrem vielseitiger Schauspieler. Am allerbesten steht ihm aber doch die Rolle des arroganten Arschlochs: Der Investmentbanker Nicholas Van Orton bekommt zu seinem 48. Geburtstag von seinem Bruder einen Gutschein geschenkt über ein von der Firma \"Consumer Recreation Services\" individuell zugeschnittenes Spiel. Was genau nach der Unterzeichnung der Spielregeln passieren wird, ist unklar. Versprochen wird jedenfalls, \"dass man nicht in die Ferien fahren muss, sondern die Ferien zu einem kommen.\" Van Orton willigt ein - doch was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, ist, dass er damit ein Ticket zu einem absoluten Höllentrip gelöst hat. In einer Art Schocktherapie wird aus dem blasierten Lackaffen ein eingeschüchtertes Würstchen. Das verblüffende Ende hat es dann doppelt in sich. Mehr soll hier natürlich nicht verraten werden.
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