
A History Of Violence
USA 2005
03.03.2006, 16:30, Text:
Sascha Seiler,
Sascha Seiler
R: David Cronenberg; D: Viggo Mortensen, Maria Bello, Ed Harris; Warner
Fast einstimmig wurde \"A History Of Violence\" von der Presse zum Film des Jahres 2005 gewählt. Das ist mehr als erstaunlich, galt doch David Cronenberg seit jeher als Regisseur, der eher polarisiert denn Lob auf sich vereint - trotz einiger Meisterwerke im selbst geschaffenen Genre des \"Venerischen Horrors\". Cronenberg seziert die Leiden an der modernen Gesellschaft: Sexualität (\"Crash\"), Fortschritt (\"Die Fliege\"), Vernetzung (\"eXistenZ\") oder die verworrene Psyche im Allgemeinen (\"Spider\", \"Die Unzertrennlichen\"). Deplatziert im Kanon des Kanadiers wirkt \"A History Of Violence\" trotz seiner relativen Zugänglichkeit dennoch nicht: Cronenberg seziert die Gewalt, ihre Motivation, ihre Rechtfertigung und auch ihre Negation auf dieselbe Art und Weise, wie er Leute nach Autounfällen noch an Ort und Stelle kopulieren ließ oder man das Videospiel \"eXistenZ\" direkt ins menschliche Nervenzentrum einspeisen konnte.
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