
11:14
USA 2003
03.03.2006, 16:15, Text:
Oliver Minck,
Oliver Minck
R: Greg Marcks; D: Hillary Swank, Patrick Swayze, Rachael Leigh Cook; e-m-s
Abends um 11:14 Uhr fährt ein junger Mann einen Typen über den Haufen, der aus dem Nichts zu kommen scheint. Höchst verwirrt versteckt der junge Mann die Leiche im Kofferraum. Als er von den Cops angehalten wird, flieht er in die Büsche. Wie es zu dem absurden Unfall gekommen ist? Regie-Debütant Greg Marcks führt es dem Zuschauer in vier Episoden vor Augen, die aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt werden. Gemeinsam ergeben sie ein komplexes Puzzle. Während die Ereignisse zunächst immer verwirrender erscheinen, fügt sich am Schluss ein Teil ins nächste.
Aber auch die filmische Umsetzung ist mehr als gelungen. Marcks konnte Hillary Swank sowohl als ausführende Produzentin als auch als Darstellerin für sein Projekt gewinnen. Die glänzt nun - wie immer völlig uneitel - als zahnspangentragende Tankstellenkassiererin und bringt dem Film die verdiente Publicity. Zusätzlich wird (wie schon in \"Donnie Darko\") der herrlich cheesige Patrick Swayze als Trumpfkarte gezogen. Aber auch die weniger bekannten DarstellerInnen passen perfekt ins Puzzle. Opferbereitschaft mussten jedenfalls alle Beteiligten zeigen, schließlich wurde an allen 26 Drehtagen ausschließlich nachts gedreht.
Marcks bewegt sich mit seinem Film trittfest zwischen Arthaus- und Popcornkino, vergrault den Mainstream trotz der komplexen Handlung nicht etwa durch einen zu angestrengten Duktus. Eigentlich ist \"11:14\" sogar ein richtiges Good-Feel-Movie. Denn \"gut fühlen\" kann man sich ja in den unmöglichsten Situationen.
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