Loop Pool

D 2005

24.11.2005, 13:34, Text: arno raffeiner, arno raffeiner

R: Diverse; Raum Für Projektion

Der Loop hat als alltäglicher Mechanismus und als kulturelle Praxis so gut wie immer schon existiert: in Ritualen, in Wiederholungen, im tagtäglichen Leben und Arbeiten. Ursula Böckler und Georg Graw reflektieren diese Tatsache auf der Ebene der Video- und Filmkunst und kuratierten im Rahmen der Kurzfilmtage Oberhausen 2005 den \"Loop Pool\". Dafür sammelten sie 50 Beiträge von VideokünstlerInnen, ExperimantalfilmerInnen und RegisseurInnen, die auf der vorliegenden DVD präsentiert werden. \"Loop Pool\" instrumentalisiert die endlose Bildschleife nicht nur als Hintergrundflimmern, sondern klopft den Loop hinsichtlich seiner ästhetischen Funktionen und Möglichkeiten als Gestaltungsprinzip und nicht zuletzt auch auf seinen Inhalt ab.

Es zeigt sich, dass die Verschmelzung von Filmmaterial mit digitalen Schnitt- und Manipulationsmöglichkeiten das Thema nochmals reizvoller macht. Im Loop wird noch der kleinsten Variation unglaubliches Gewicht verliehen. Dass im endlosen Bilderfluss Anfang von Ende nicht zu unterscheiden ist, wird hier oft genug zu einer existenziellen Frage.



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aus Intro #134 (Dezember 2005 / Januar 2006)
 
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