
Mad Hot Ballroom
USA 2005
24.10.2005, 16:08, Text:
Martin Riemann,
Martin Riemann
R: Marilyn Agrelo; D: Marilyn Agrelo & Amy Sewell; 27.10.
Was gibt es Schöneres als einen mitreißenden, bewegenden Film? Einen mitreißenden, bewegenden Film, in dem getanzt wird! Das Medium scheint für die Interpretation der Kunstform Tanz geschaffen zu sein, und wenn man alle choreografierten körperlichen Auseinandersetzungen (inkl. Schlägereien und Sex) unter diesen Oberbegriff einordnet, macht er auch den größten Teil des Erfolgs der Branche aus. In \"Mad Hot Ballroom\" wird viel getanzt. Und es wird schön getanzt.
Der Film dokumentiert das New Yorker Project \"Dancing Classroom\", eine Einrichtung, die Schulkindern unentgeltlich einen zehnwöchigen Intensivkurs für Gesellschaftstanz zur Verfügung stellt und den teilnehmenden Bildungsstätten darüber hinaus die Möglichkeit gibt, bei einem anschließenden Wettbewerb einen Pokal von der ungefähren Größe des Empire State Buildings zu gewinnen.
Die Magie des Films speist sich aus den Persönlichkeiten der Kinder und der Art und Weise, wie die verschiedenen Charaktere sich in die jeweiligen Tanzstile finden. Die Faszination, die der Tanz auf die Schüler ausübt, überträgt sich so ohne Umweg auf den Zuschauer und lässt die teilweise recht angestaubte Vergnügungsform Gesellschaftstanz in frischem Licht erstrahlen. Die Tanzschulen werden sich jedenfalls freuen, wenn dieses Juwel in unsere Kinos kommt, denn \"Mad Hot Ballroom\" weckt wirklich dahingehend Begehrlichkeiten!
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