
Kung Fu Hustle (Gong Fu)
CN 2004
21.05.2005, 17:22, Text:
Martin Riemann,
Martin Riemann
R: Stephen Chow; D: Stephen Chow, Wah Yuen, Qiu Yuen, Suet Lam; 02.06.
Stephen Chow ist ein Meister des Unsinns. Sein Kino kennt auf der ewigen Suche nach dem Aberwitz weder Konventionen noch Grenzen. “Kung Fu Hustle” ist die Essenz dieser Suche und setzt allem, was dieser Mann in seinem Leben an radikaler Albernheit auf Zelluloid gebannt hat, die Krone auf.
Dieses Mal geht es nicht um Fußball, wie in Chows letzter Extravaganza “Shaolin Soccer”, sondern um Kampfkunst. Und die bekommt man bis in ungeahnte Höhen der Absurdität geboten. Im Setting eines Hongkong der 30er-Jahre sehnt sich Sing (Stephen Chow) verzweifelt danach, Mitglied einer Bande skrupelloser Axt-schwingender Verbrecher zu werden.
Dass die Mixtur so gut gelungen ist, ist kein Zufall, hatte Chow doch die erforderlichen finanziellen Mittel, um sich die Crème de la Crème des chinesischen Unterhaltungskinos ins Boot zu holen. Neben dem bereits erwähnten vorzüglich gewählten Ensemble trägt der Film an seinen witzigsten Stellen deutlich die Handschrift von Jeff Lau (“Chinese Odyssey 2002”), der maßgeblich an der Produktion beteiligt war. Die Ausstattung ist liebevoll bis superb, und die Choreografie der Kampfszenen fand unter der Leitung von Superstars wie Yuen Wo Ping und Sammo Hung statt, die in diesem Meisterwerk schrankenloser visueller Gestaltungskraft eine würdige Plattform für ihre Kunst der schwerelosen Körper gefunden haben.
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