New Order

5-11 / Live At Finsbury Park

21.01.2003, 14:30, Text: martin lippert, martin lippert

(London / Warner)
SUBJEKT: New Order muss man an sich nicht erklären. Vor knapp zwei Jahren überraschend aus der Versenkung aufgetaucht mit einem Herkunft, Vergangenheit und Gegenwart auf höchstem Niveau vereinenden Album. Punkt.
OBJEKT: Mitschnitt des Festival-Auftrittes im Finsbury Park am 9. Juni 2002. Man wäre gerne dabei gewesen, auch und gerade wegen des miesen Wetters. 16 Songs in einem furiosen, bestgelaunten Konzert, verstärkt um Gitarre/Keyboard (Phil Cunningham) und Background-Gesang. Die Setlist lässt mit u.a. “Crystal”, “She’s Lost Control”, “Bizarre Love Triangle”, “True Faith” oder “Digital” keinerlei Wünsche offen.
ORNAMENT: Zwei kurze Annexe: “Earlier in the day”, nette, unkommentierte s/w Festival-Impressionen, die ebensogut Vorspann hätten sein können, und das viel interessantere “New Order 9802”.

Das kurze Feature bietet neben Interviews mit Fans und Band weitere Joy-Division-Songs von Konzerten in der Originalbesetzung mit Gillian Gilbert.
WAS BLEIBT: Begeisterung darüber, dass “Transmission” und “Ceremony” immer noch die Nackenhaare aufstellen und in der 2002er-Adaption aktueller denn je klingen. Für Fans eine essentielle Anschaffung, die die im Vorjahr erschienenen Aufnahmen von “316” ideal ergänzt. Für Interessierte dank einer Setlist mit Best-of-Charakter ein guter Einblick in eine Band, die sich hier mehr denn je auch als Rock-Act positioniert.



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