
Gebildeter Gangsta-Rap
K.I.Z. unterwegs durch Deutschland
07.11.2008, 12:00, Text:
Julia Gudzent
Obwohl man mit Berliner Hip-Hop immer noch hauptsächlich Aggro-Gangsta-Rap assoziiert, gibt es erfrischenderweise Alternativen. Zum Beispiel die Jungs von K.I.Z. Bekanntheit erlangt haben sie durch ein Guerilla-Konzert vor dem Berliner S-Bahnhof Schlesisches Tor 2007, dass die Polizei auflösen musste. K.I.Z. bedienen sich bezeichnenderweise beim ernsten Gangster-Slang, verpassen es aber nicht, ihn mit Humor und Ironie aufzubrechen und damit die Banalität von Gangsterrap-Texten offenbar zu machen. Ihr Logo ist die Melange eines gezeichneten Pimmels und eines Notenschlüssels. Wenigen Rappern würde man zutrauen zu wissen, was ein Notenschlüssel ist, geschweige denn, ihn zu zeichnen.
Wer immer noch zweifelt: K.I.Z hören Klavierkabarettist Rainald Grebe und stellen Spiegel-Online-Texte auf ihre MySpace-Seite. Und DJ Craft steht (laut eigener Aussage) im Kontakt mit dem Goethe-Institut.
Kurz bevor das neue Album fertig ist, gehen K.I.Z. im Dezember für ein paar Konzerte auf Deutschlandtour.
Hier die Termine:
01.12. Köln,
Live Music Hall
02.12. Frankfurt/Main,
Batschkapp
03.12. Lindau,
Club Vaudeville
04.12. München,
Backstage
05.12. Dresden,
Showboxx
06.12. Hamburg,
Große Freiheit
Hier geht’s zum weltweit ersten interaktiven Musikvideo der aktuellen Single „Neuruppin“.
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