Mando Diao

Unnahbare Schweden

31.05.2010, 13:37, Text: Mick Schulz

Tatsächlich mal den Saal bei einem Konzert eingerissen zu haben, das können sich wohl nur ganz wenige Bands auf die Fahne schreiben. Mando Diao gehören dazu. Bei einem tragischen Vorfall im schwedischen Umea brach der Boden ein. 25 Leute verletzten sich, fünf mussten sogar ins Krankenhaus. Kleines Trostpflaster: Die Jungs von Mando Diao haben ihre treuen Fans am Krankenbett besucht. Bis heute ist allerdings unklar, wieso der Boden, der eigentlich für 800 Leute zugelassen war, einbrechen konnte.

Eine denkbare Erklärung wäre aber, dass Band und Publikum die Konstruktion quasi umgeblasen haben wie der Wolf die Hütte der kleinen Schweinchen.

Mando Diao aus Borlänge in Schweden verzaubern mit ihrem an klassische Rock-Größen wie die Rolling Stones, The Who oder The Kinks angelehnten Sound und Look. Sie stehen zwar in dem Ruf, eine unnahbare Live-Band zu sein, aber eben auch eine sehr gute. Immerhin bekamen sie ihren Labeldeal auf eine Konzertkritik hin: „Die beste Live-Band ohne Plattenvertrag, die ich je gesehen hab”, schrieb damals ein Kritiker.

Kurz darauf waren Mando Diao mit EMI Schweden handelseinig. Offenbar stimmte die Einschätzung. Seit 2007 wird die Band bei Live-Auftritten häufig von einer Bläsersektion, bestehend aus den Jazzern Nils Jansson an der Trompete und Nils Berg am Saxophon, begleitet. So bekommen die Songs live noch eine zusätzliche Dimension verpasst.



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