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Das kongeniale Duo Mynther und von Lowtzow ist ja weniger eine Band als vielmehr eine lieschenfleißige größenwahnsinnige Arbeitsgruppe zwischen Musik und Literatur.
Sie gerieren sich gern als dilettierende Kopisten, spätromantische Spaßvögel, manierierte, dandyeske, prätentiöse Maskenträger im Spiegelkabinett, die ihren Foucault studiert haben. Deshalb kommen sie gar nicht in die Verlegenheit, eine Bandidentität wie eine kleine Plautze anzusetzen. Ihr überzogener Vortrag diesmal kippt daher gern auch mal ins Lächerliche. Gut so. Sie wären weniger Künstler, schon eher Geisteskranke, wenn es nicht so gemeint wäre. Aber worum geht es eigentlich? Um eine neue Form des Vortrags. Um Verfremdung und Kunst könnte man sagen. Es geht darum, ein Hitparaden-Sauflied so zu spielen, dass Johann Sebastian Bach mitwippen würde. Irre, aber wahr.Musik mit Alleinstellungsmerkmal, von dem der Rest in seinen überfüllten Camps und U-Bahn-Waggons nur träumen kann.
Text: Lutz Happel
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