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Wed, 19.09.2007

Diverse

Berlin Songs Vol. 2


Diese liebevoll zusammengestellte Compilation ist keine Ansammlung lästiger Ex-Abiturientenbands, die jetzt in der Hauptstadt studieren und darüber ein Lied geschrieben haben. Schon der Vorgänger, erschienen im November 2005, versammelte Songwriter aus dem Lo-Fi- und Anti-Folk-Umfeld, das in Berlin in Clubs wie dem Schokoladen und der Hotelbar ein gut besuchtes Zuhause hat. Im vergangenen Jahr ehrte zudem der Filmemacher Uli M. Schueppels mit der Doku "BerlinSong" diese lebhafte Szene. Er ließ sich von sechs Künstlern - darunter z. B. Nathan Vanderpool, Elisabeth Wood und Kat Frankie - deren Lieblingsorte der Stadt zeigen.Ein Großteil der Protagonisten findet sich mit diversen Projekten auch auf dieser CD wieder. Man ahnt schon beim Klang der Namen, dass es nicht darum ging, die wirklich in Berlin lebenden Musiker zu versammeln. Eine gute Entscheidung, denn sonst hätte man z. B. auf Jeffrey Lewis "Complete History Of Communism" verzichten müssen. Oder die herrliche Ballade "Grown-ups" der New Yorker Songwriterin und Puppenspielerin Phoebe Kreutz. Allerdings ist mit Stanley Brinks (früher André Hermann Düne) auch die Fraktion der zugezogenen Künstler vertreten. Brinks wohnt und wirkt inzwischen in Kreuzberg. Es ist fast schade, dass dieser Sampler nicht in großen Mengen in die Plattenläden gestellt wird. Denn er ist von Anfang bis Ende ein kleines Meisterwerk.


Text: Daniel Koch

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