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Wed, 22.02.2006 Field MusicSchwerstarbeit in Wave |
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"Diese Musik ist einfach verdammt schwer zu spielen. Der komplexe Satzgesang, die verdammten 7/8-Rhythmen. Aber wir lieben den Kram eben." So entschuldigt sich David Brewis von Field Music mit einem schüchternen Lachen für die anspruchvolle und doch so wunderbare Musik seiner Band. Dem gut erzogenen Trio aus dem nordenglischen Sunderland ist mit "Field Music" ein merkwürdig großes Stück Popmusik gelungen. Hier treffen XTC auf Beach Boys (zur "Smile"-Phase) und auf Robert Wyatts Soft Machine. Derlei Prog-Wave-Mucke klingt natürlich ganz schnell ziemlich furchtbar, wenn es auch nur ein klein bisschen an Soul und Klasse mangelt. Umso erstaunlicher, dass bei dieser kleinen feinen Band aus der Stadt des englischen Premier-League-Schlusslichts alles notwendig Wundervolle vorhanden ist. Wovon man sich beispielsweise mit Hilfe des Videos "If Only The Moon Were Up" auf der Bandwebseite überzeugen lassen sollte. Wären Field Music Radiohead, dann würde man sagen, dass diese genialen Kerle die Popmusik wieder mal neu erfunden haben. Doch leider sind sie nur eine kleine Indieband aus der Provinz, die seit über zehn Jahren aus den Brüdern David und Peter Brewis (Gitarre, Gesang und Schlagzeug im Wechsel) und ihrem Kumpel Andrew Moore (Keyboards, Bass) besteht. Und als kleine Indieband muss man sich für diese große Musik ständig rechtfertigen. "Weil wir Indie sind", sagt David, "denken die Leute, wir müssten klingen wie Bloc Party oder die Kaiser Chiefs. Aber wir mögen solche Musik noch nicht mal. Wenn ich von der Probe nach Hause komme, höre ich am liebsten Thelonious Monk. Und mein Bruder steht total auf Béla Bartók." Wenn es gerecht zugeht, bekommt diese Band bald ihre größere Bühne, eine verdammte Kulturförderung oder wenigstens den Mercury Prize. Word up! Text: Eric Leimann
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