»Kellermensch«
Kellermensch warten mit Präzision und einigen Klischees auf. [mehr]
»Born This Way«
Unglaubliche 17 Stücke umfasst die Tracklist der De-luxe-Edition, die daherkommt wie ein überladenes Containerschiff mit großkotziger Fracht. Man muss schuften wie ein Hafenarbeiter, um all die Soundwälle und Übertreibung abzutragen und darunter paar kleine Perlen zu finden. [mehr]
»Pala«
Friendly Fires legen ihrem Sound das große glitzernde Geschirr an. Überambitioniert, aber in Maßen enorm reizvoll. [mehr]
»Apocalypse«
Es darf nur noch eine Frage der Zeit sein, bis Bill Callahan als einer der weltgrößten Songwriter geehrt wird. Aktueller Anlass: »Apocalypse«. [mehr]
»Burst Apart«
Zur Rock-Dreifaltigkeit von Gitarre, Bass und Schlagzeug treten Synthesizer, Samples und Maschinenrhythmen: Indierock, der ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zum Electropop pflegt. [mehr]
»Bon Iver«
Das »Selbstbetitelte« ist in ausformulierter Pracht on. Mit ihm ist aber alles Zufällige, Unfertige verschwunden. Großer Indie-Folk fordert eben seine Opfer. [mehr]
»XOXO«
Perfekte Kaminfeuer-CD vom »Britpop-Spast«. [mehr] [1 Kommentar]
»It's all true«
Die Junior Boys laden zum Discofox unter freiem Himmel. Könnte weltbewegender sein, macht aber immerhin Spaß. [mehr]
»Lemming«
Locas In Love entpuppen sich auf der Spielfläche des strahlenden Pop vollends als eine der größten Bands des Landes. [mehr]
»Lupercalia«
Indiezwerge und andere gespreizte Fabelwesen mögen in Songs wie dem käsigen »The City« oder dem powerpoppigen »Together« Ausverkauf wittern, aber schließlich kann man nicht sein ganzes Leben auf einer queeren Teeparty verbringen. [mehr]
»Rock&Roll Submarine«
Ihr erstes Album seit 15 Jahren! Warum das wohl so lange gedauert hat? Weil der Band schon 1996 nichts mehr einfiel. Ein Umstand, der sich auch in der Rockerrente nicht mehr gedreht hat. Diese Endlos-»Karriere« hier hat uns doch »Pulp Fiction« eingebrockt ... [mehr]
»Where Did The Night Fall – Another Night Out«
Das britische Electro-Duo bläst sein sowieso schon überdimensioniertes letztjähriges Album noch mal um Rares und Unveröffentlichtes auf. Wer Overkill in Sound und fettige Beats mag, soll heimgehen. [mehr]
»The Blackbird Diaries«
Seine Ex-Partnerin bei den Eurythmics Annie Lennox liegt mittlerweile im Hafen von UN-Botschaft und Popröhrengrandezza – na, immer noch besser als dieser tüdelige, selbstbesoffene Gähn-Country-Torfrock. [mehr]
»Homeless Information«
Sauschlaues Gefrickel, das sich auf Kamerakino- und Gomma-Beziehungen runterrechnen lässt. Letztlich aber nur so was wie The Propellerheads und James-Bond-Score von besser verdienenden Post-Indies. [mehr] [29 Kommentare]
»Borrow A Horse«
Ned Oldham hat nicht dasselbe Füllhorn voll Talent abbekommen wie sein Bruder Bonnie »Prince« Billy. Die arme Sau. Alternative Country, Durchschnittskost. [mehr]
»Mini Mansions«
Klingt wie von Orgeln zermatschte Beatles. Oder wie Psychedelic-Pop als tatsächlicher Trip oder Rück- oder Seitenspiegel. [mehr]
»Adonis Maximus«
Ein Gruß auf der Platte geht raus an »Redakteure, die begreifen uns nicht!« Aha? Was soll denn an dem Party-Stullen-Programm hier nicht zu kapieren sein? Das ist anstrengend clevere Atzenmusik für Besoffene. Vorsicht aber: Für einige der Gags braucht man einen Schulabschluss. [mehr]
»Schnauze«
Total blöde. [mehr]
»Sketches >From The Book Of The Dead«
Einst bei Nick Caves Bad Seeds, jetzt bluesy Storyteller mit einer Americana-Platte übers Sterben. Deprimier uns doch noch mehr, Alter! [mehr]
»Here Before«
Einst halbwegs legendär. Heute – nach einem kleinen 19-Jahre-Break – nur noch ein privates Revival-Projekt, das lediglich für Liebhaber direkt noch mal aufs Abstellgleis gestreamt wird. [mehr]
»Whatwave«
Abgehangener Befindlichkeitsgitarrenhorror. Ohne dabei selbst wirklich schlecht zu sein, paraphrasieren die vier aus Portland allerdings alles, was schlecht ist im eitlen Styler-Rock. [mehr]
»Battle Cry«
Blöder Name, beknackter Single-Titel, der Luzerner Band werden im Info verzweifelt biografisch wie ästhetisch Verwandtschaften in die USA nachgesagt. Bei diesem klinisch toten Rockschmock nützt allerdings alles nichts. [mehr]
»Rush«
Endlich, Red Bull macht auch noch ein cooles Label. Die Band aus New York schrammelt Post-Wave mit Placebo-Verträglichkeit und kotzt in ihrer lächerlich aufgerauten Gefälligkeit nur an. [mehr]
»Dynamo«
Jazz und Rock, Kraut und Elektronik, Saxofon und Minimoog. The Von Duesz sind die Brandt Brauer Frick, sind die Tied & Tickled Trio für alle, die Abstraktion und Wärme schätzen. [mehr]
»Equatorial Ultravox EP«
Surreal verbrämte Dance Music ist das Ding der letzten Monate. Auch dieser Bedroom Boy aus Oxford mag Hall und mischt ihn sich mit zündenden Ideen. [mehr]