Elbow

Any Day Now

06.04.2001, 17:29, Text: MichaelMKrumbein, MichaelMKrumbein

Es gibt so ein paar Standards, die in Bandvideos immer wieder auftauchen. Erstens: Bei noch nicht so richtig bekannten Bands wird immer darauf geachtet, dass die Personen während des Songs ihren jeweiligen Instrumenten zugeordnet werden. Zweitens: Bei Beginn der ersten Strophe muss das der Sänger gezeigt werden, wie er die entsprechenden Zeilen intoniert. All das sieht man bei \"Any Day Now\" von Elbow nicht - was für eine Band, die ihr Debüt-Album erst noch veröffentlichen muss, ein recht mutiger Schritt ist.
Was aber sieht man, wenn nicht cool in Szene gesetzte Musiker an ihrem entsprechenden Instrument und einen zum Playback die Lippen bewegenden Sänger? Nicht viel, um ehrlich zu sein.

Bilder im Stile von David Finchers \"Seven\"-Vorspann (immer wieder gern genommen), Personen in dunklen Räumen, auf deren Körpern und Gesichtern Projektionen laufen. Hat man alles schon mal gesehen, darum ist das Video an sich auch nicht wirklich spannend. Alles in allem sind die Bilder ein akzeptabler Versuch, mal etwas anderes zu machen, und als Ergänzung des Songs zu verstehen, mehr nicht. Aber immerhin - eine willkommene Abwechslung im Video-Einerlei.

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