Elis
Quelle: Wikipedia
Elis (neugriechisch Ilia ?????) ist eine Landschaft auf der nordwestlichen Peloponnes und war bis 2010 eine der drei Präfekturen der griechischen Verwaltungsregion Westgriechenland. Elis entstand 1930 aus der Teilung der seit 1833 bestehenden Präfektur Achaia und Elis und gewann 1939 von Messenien die Provinz Olymbiada (ungefähr das antike Triphylien) hinzu. Mit der Verwaltungsreform 2010 wurde die Präfektur abgeschafft und bildet seither den Regionalbezirk Elis (gr. Periferiaki Enotita Ilias) der Region Westgriechenland, der abgesehen von der Sitzzuteilung im Regionalrat keine politische Bedeutung hat.
Der deutsche Name folgt dem altgriechischen und lateinischen Namen der Polis und Landschaft ?lis (altgriechisch ????, dorisch ?lis ????), der neugriechische entspricht dem für die Landschaft ebenfalls verwendeten antiken Namen ?leia (?????). Das antike Elis, gelegen in der Nähe der modernen Kleinstadt Gastouni, hatte in klassischer Zeit die Aufsicht über die Olympischen Spiele, hier trainierten die Athleten, bevor sie in Olympia zum Wettkampf antraten.
Elis erstreckt sich im Nordwesten der Halbinsel Peloponnes. [weiterlesen]
Ihr Profil ist überwiegend eben und besteht aus dem Schwemmland der Flüsse Pinios und Alfios, die ins Ionische Meer entwässern, wo sich rund 20 Kilometer westlich der Pinios-Mündung die Insel Zakynthos aus dem Meer erhebt. Die Küstenebene setzt sich nördlich hinter Kap Araxos in der Präfektur Achaia fort und bildet die ausgedehnteste Ebene der Peloponnes. Östlich steigt das Gelände zu den zentralpeloponnesischen Gebirgen an, die höchste Erhebung liegt im Erymanthos-Massiv bei etwas über 2000 m, südwestlich davon erheben sich die Berge Lambia und Foloi. An der südlichen Grenze zu Messenien erreicht das Minthi-Massiv 1345 m Höhe. Die Region Elis ist stark erdbebengefährdet und verfügt über zahlreiche heiße Quellen, die auch therapeutisch genutzt werden.
Die Küste Elis' ist wenig gegliedert, einzig das felsige Kap Kyllini und Kap Katakolo ragen ins Meer hinaus. Südlich von Kap Katakolo erstreckt sich entlang der Bucht von Kyparissia mit rund 70 km Länge einer der längsten Sandstrände Griechenlands.
Der relative Regenreichtum der Region ermöglicht eine ausgedehnte Landwirtschaft in der Küstenregion, die Berge sind teilweise von Wäldern bedeckt, die wiederholt Waldbränden zum Opfer fielen, zuletzt 2007 in der Gemeinde Zacharo.
Die antike Landschaft Elis als westliches Vorland der Bergregion Arkadien, etwa zwischen den Flüssen Larisos und Neda gelegen, stimmt recht genau mit dem heutigen Präfekturgebiet überein.
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