Diedrich Diederichsen
Quelle: Wikipedia
Diedrich Diederichsen (* 15. August 1957 in Hamburg) ist ein deutscher Kulturwissenschaftler, Kritiker, Journalist, Kurator, Autor, Essayist und Hochschullehrer. Er gilt als einer der wichtigsten deutschen Poptheoretiker.
Diedrich Diederichsen wurde als Sohn eines Theaterwissenschaftlers und einer Lehrerin in Hamburg geboren, wo er zusammen mit seinem jüngeren Bruder Detlef aufwuchs. An der Universität Hamburg studierte er Hispanistik, Neuere deutsche Literatur, Linguistik und Philosophie. Marxistisch vorgeprägt durch Hamburger K-Gruppen-Diskussionen, fand er sich Ende der 1970er Jahre im Umfeld der Musikszene wieder. Die Trennung von den marxistischen Kreisen erfolgte aufgrund ästhetischer und politischer Differenzen, die durch aktuelle subkulturelle Strömungen und Umbruchphänomene wie Punk, New Wave und Neue Deutsche Welle verstärkt wurden. Die akademische Promotion (über Luis Buñuel) brach Diedrich Diederichsen zugunsten einer journalistischen Karriere ab. [weiterlesen]
Von 1979 bis 1983 arbeitete er als Redakteur bei der Musikzeitschrift Sounds. In Sounds vertrat er bis zur Auflösung der Zeitschrift eine dezidiert anti-rockistische Position. In der Hamburger Musikszene wirkte er bei experimentellen kurzlebigen Musikprojekten aus dem journalistischen und künstlerischen Umfeld mit (Nachdenkliche Wehrpflichtige, Flying Klassenfeind, LSDAP/AO).
Seit Mitte der 1980er Jahre lebte Diedrich Diederichsen in Köln. Dort war er von 1985 bis 1990 Chefredakteur der Musik- und Popkulturzeitschrift Spex. Nebenher arbeitete er auch als Berater und Texter für die aus der Düsseldorfer Werbeagentur GGK hervorgegangene Agentur KKG ("Michael Schirner Werbe- und Projekt Agentur"). In Köln nahm er als aktives Mitglied der lokal ansässigen und international tätigen Kunstszene an Aktionen, Ausstellungen und Veranstaltungen in Form von Katalogbeiträgen, Vorträgen und Diskussionen teil.
[mehr bei wikipedia]
Die Künstlerbeschreibung auf dieser Seite stammt vom Wikipedia-Artikel zu Diedrich Diederichsen.
Dieser Inhalt ist lizensiert unter GNU FDL.