Bootleg
Quelle: Wikipedia
Der Begriff Bootleg bezeichnet nicht autorisierte Tonaufzeichnungen und Mitschnitte, die zumeist bei Konzerten entstanden sind, und deren Verbreitung über illegal hergestellte Tonträger geschieht. Häufig spricht man auch synonym von Schwarzpressung.
Der Begriff Bootleg leitet sich vom englischen bootleg (für "Stiefelschaft") her. Im Stiefelschaft wurden während der Prohibition Whiskey- oder Schnapsflaschen über die Grenze geschmuggelt, woraus die Zweitbedeutung to bootleg für "schmuggeln" entstand.
Im Gegensatz zu selbstgebrannten CDs oder aus dem Internet heruntergeladenen Audiodateien ist ein Bootleg im eigentlichen Sinne eine in einer Fabrik gepresste Schallplatte, CD oder DVD, die in Geschäften, über Onlineshops oder auf Platten- und CD-Börsen verkauft wird. Allerdings gibt es hierbei auch Ausnahmen, wie z. B. Mitschnitte von Konzerten, die nicht käuflich sind. Diese werden meistens in einem verlustfreien Datenformat über BitTorrent, Hubs und per Post mit anderen tauschenden Sammlern, sogenannten "Tradern", die sich für die Musik des anderen interessieren, ausgetauscht.
Das Feld der sogenannten Schwarzpressungen ist sehr weitläufig und aufgrund der noch immer nicht ganz eindeutigen Rechtslage nicht einfach zu definieren. [weiterlesen]
Man unterscheidet allgemein zwischen Bootleg, Counterfeit und Pirate Pressing. Beim Counterfeit handelt es sich um die rechtswidrige Kopie einer offiziell erschienenen Platte, wie zum Beispiel ????? ? ????, eine LP von Paul McCartney, die zuerst nur in der Sowjetunion erschien, unzählige Male illegal nachgepresst wurde und auf diesem Weg auch in Deutschland erhältlich war. Pirates sind ebenfalls Nachpressungen offiziell erschienener Platten, bei denen jedoch kein Wert auf ein originalgetreues Erscheinungsbild gelegt wird, wie es zum Beispiel bei einigen Jimi Hendrix LPs vorkam. Seit dem Beginn der 1990er Jahre existiert der Begriff Schutzlückenbootleg, der im Wesentlichen Live- und Studioveröffentlichungen bezeichnet, die durch Gesetzeslücken an den Plattenfirmen vorbei bei voller Zahlung der Lizenzen an die Interpreten auf den Markt lanciert wurden, beispielsweise die Beatles-Box von Tchibo oder die Live & Alive bzw.
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