Berliner Weisse
Quelle: Wikipedia
Die Berliner Weiße ist ein obergäriges Schankbier aus Gersten- und Weizenmalz. Der Begriff ist als eingetragene Marke vom Verband der Berliner Brauer geschützt. Sie hat eine Stammwürze von 7-8 % und einen Alkoholgehalt von ca. 2,8 Vol.-% Ihre Farbe ist ein dunkles, leicht hefetrübes Gelb. Die empfohlene Trinktemperatur liegt bei 8-10 °C.
Anders als bei den meisten anderen Biersorten folgt bei der Berliner Weißen auf die alkoholische Gärung eine zweite Milchsäuregärung bei etwas höheren Temperaturen. Das verlängert einerseits die Haltbarkeit erheblich, sorgt andererseits für vergleichsweise sauren Geschmack. Das Bier wird heute meist in Kombination mit süßem Fruchtsirup getrunken ("Weiße mit Schuss").
Sehr wahrscheinlich hatte das Getränk seinen Ursprung im 16. Jahrhundert. 1526 kehrte der Brauer Cord Broihan nach einem Aufenthalt in Hamburg in seiner Heimat Halberstadt zurück und versuchte, das beliebte Hamburger Bier nachzuahmen. Sein "Halberstädter Broihan" war bald in ganz Norddeutschland bekannt. [weiterlesen]
Berliner Brauer veränderten später die Rezeptur und stellten ein Weißbier her, welches sein Vorbild an Wohlgeschmack und Bekömmlichkeit noch übertraf. Dieses "Berlinische Weizenbier" wurde urkundlich 1680 (nach anderer Quelle 1642) erstmals erwähnt. Nach 1700 entwickelte es sich zum Lieblingsgetränk der Berliner. Unternehmer wie Breithaupt in der Palisadenstraße betrieben erfolgreiche Spezialbrauereien. Um 1800 zählte man in Berlin rund 700 Weißbierlokale. Damals war Bier nach Pilsener Brauart noch unbekannt. Als die Soldaten Napoleons I. zu Anfang des 19. Jahrhunderts die Berliner Weiße kennenlernten, verliehen sie ihr ein besonderes Prädikat: "Champagne du Nord". Die Berliner Weiße darf durch ihre Herkunftsangabe nur in Berlin gebraut werden. Neben der Berliner Kindl Weisse als größte Marke gibt es zudem kleine Berliner Hausbrauereien, die eine Berliner Weiße anbieten.
Charles Fréderic Edouard Landré (1791-1843) stammte aus einer Hugenottenfamilie aus Gien an der Loire die Ende des 17.
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